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Sonntag, 22. Mai 2011

20:00 Uhr

Gemeindemuseum Absam
Walburga-Schindl-Str. 31
Im alten Kirchenwirt
6067 Absam

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Hörabend »Die letzten Tage der Menschheit«
gelesen von Helmut Qualtinger



Karl Kraus schreibt im Vorwort zu seinem Dokumentatheater aus dem Jahr 1919: » [...] die grellsten Erfindungen sind Zitate, [...] Phrasen stehen auf zwei Beinen – Menschen behielten nur eines«.
»Die letzten Tage der Menschheit« ist ein Dokumentartheater von monumentalem Umfang, bestehend aus Epilog, Prolog und fünf Akten mit über 220 Szenen. Die Szenen stellen den k.u.k. Alltag im Ersten Weltkrieg dar. Egal, ob der Schauplatz eine Brücke in Südtirol, eine Kommandatur am Uszok Pass, die Wiener Deutschmeisterkaserne, ein Ringstraßencafé oder das Sirkeck ist, immer sind es die Phrasen und die Gewalt der Sprache, die das Geschehen bestimmen.

Der Ort der Handlung ist die Sprache: Zitate aus Zeitungen, Reden, gängige Phrasen, Flugblätter, Durchalteparolen dringen aus den Figuren – wie z. B. aus Kaiser Wilhelm, Journalisten und Schriftstellern, Generälen.

»Die letzten Tage der Menschheit« waren nie für die Aufführung bestimmt. Karl Kraus hat zwar selbst daraus gelesen, er hielt das Stück aber für unaufführbar. Trotzdem kam es 1923 in Wien und 1930 in Berlin zu Aufführungen des Epilogs. In der Tradition von Karl Kraus hat der österreichische Schauspieler Helmut Qualtinger zahlreiche Lesungen mit Szenen aus »Die letzten Tage der Menschheit« bestritten.

Mit freundlicher Unterstützung von PREISER Record




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Adresse

Gemeinde
Museum
Absam
Im alten Kirchenwirt
Walburga-Schindl-Straße 31
A – 6067 Absam

Öffnungszeiten
Jeden Sonntag um 15 Uhr Programm
Jeden Samstag Radexkursion

Information und Führungen
Matthias Breit 
0 676 / 84 05 32 700
email

Kontoverbindung
Museumsverein Absam
IBAN: AT98 3620 0000 0003 1542 
BIC: RZTIAT 22200

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