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Samstag, 14. Dezember 2019

11:00 Uhr

Fotoforum West
Adolf-Pichler-Platz 8

6020 Innsbruck

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74 Familien-Fotos
Exkursion ins Fotoforum West




Treffpunkt :11 Uhr
Innsbruck, A.-Pichler-Platz 8
( Fotoforum  )

Der Absamer Fotograf Gerd Jenewein führt duch die Ausstellung der Landes-Foto-Dokumentation mit dem Thema »Familie«.
Anmeldung erbeten:
mats.breit@mac.com oder
0676 / 84 05 32 700

Sichtweisen

Wie sich 74 Familien aus Ost-, Nord- und Südtirol sehen bzw. sehen lassen, das haben zehn FotografInnen für die aktuelle Ausstellung der Landes-Foto-Dokumentation festgehalten. Gerd Jenewein aus Absam ist einer dieser Fotografen.

Die Familie rangiert in Tirol bei weitem nicht an erster Stelle. In der zuletzt am 21. 11. 2019 aktualisierten Landesverfassung hat sie das Land Tirol auf Platz fünf gereiht: Nach Gott, dem Erbe und der »Einheit des ganzen Landes« kommt erst auf Rang vier die »Freiheit und Würde«, auf die dann die »geordnete Familie als Grundzelle von Volk und Staat« folgt.

Familienarbeit

Im Gegensatz zur politischen Verfassungsprosa ist die Verwaltung des Landes um einiges näher an der Gegenwart, wenn etwa auf der Landeswebsite – weit entfernt von »Volk« und »Staat« – zu lesen ist, »der Bereich Familie ist ein Teil der Abteilung Gesellschaft und Arbeit«.

Schließlich wird es erst übernächstes Jahr 100 Jahre her sein, dass man in Tirol ohne Zustimmung der Obrigkeit heiraten darf, wen man will, um eine »geordnete Familie« zu gründen. Von 1820 bis 1921 verwehrten zahlreiche Tiroler Gemeinden Armen den Heiratskonsens: Keine armen Familien = keine armen Nachkommen – das war lange das Credo der Tiroler Armutspolitik.

Dass aber im heraufziehenden Zeitalter der Industrialisierung gerade Kinder oft zum einzigen »Kapital des armen Mannes« wurden, hatte in der auf Verbote vertrauenden Armutsverwaltung keinen Platz. Heute leben in Tirol nur noch etwa ein Drittel aller Kinder unter 15 Jahren in einer »geordneten« (vgl. oben) Familie mit verheirateten Eltern.

Familienfoto

Vor allem die moderne Arbeit hat die Familie ( in ihren unterschiedlichen Formen ) zum Teil einer – auch in Tirol schon längst vielfältigen – Gesellschaft gemacht.

Eintrittfrei




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Adresse

Gemeinde
Museum
Absam
Im alten Kirchenwirt
Walburga-Schindl-Straße 31
A – 6067 Absam

Öffnungszeiten
Das Museum bleibt vorübergehend geschlossen.

Wir bitten um Verständnis.

Wir verweisen aber auf unseren Podcast, den wir laufend aktualisieren werden, damit der Kontakt zu unseren Besucherinnen und Besuchern in dieser besonderen Situation aufrecht bleibt.

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Kontakt
Matthias Breit 
0 676 / 84 05 32 700
email

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