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Freitag, 1. März 2019

15:00 Uhr

Ferdinandeum
Tiroler Landesmuseum
Museumstraße 15
6020 Innsbruck

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Kunst und Nationalsozialismus
in Tirol
Führung durch die Ausstellung

Führung durch die Ausstellung
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Zwischen Ideologie,
Anpassung und Verfolgung
Kunst und Nationalsozialismus in Tirol
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mit dem Kurator Dr. Günther Dankl
im Ferdinandeum Innsbruck
am 1. März um 15 Uhr
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Anmeldung zur Führung mit Kurator Dr. Günther Dankl bis 28. Februar erbeten:
0 676 / 84 05 32 700 oder
mats.breit@mac.com
Eintritt 11,– (= Kombiticket Landesmuseen),
ermäßigt 8,– (dafür keine Extragebühren für die Führung).

Weltbild

»Die Attraktivität des Nazismus lag keineswegs nur in seiner explizit propagierten Doktrin, sondern mindestens ebenso auch in der Kraft seiner Emotionen, in den von ihm gedeckten Bildern und Phantasmen, für welche Linke wie Rechte empfänglich waren, jedenfalls in der entscheidenden Phase von ungefähr 1930 bis zu den ersten großen Niederlagen im Krieg.«
(Saul Friedländer in Kitsch und Tod – Der Widerschein des Nazismus)

Gautirol

Der Tiroler Maler Hubert Lanzinger war 1933 mit seinem Bannerträger (einem Geschenk aus den Alpen für den »Führer«) letztendlich nur ein alpenländischer Vorreiter: Ab März 1938 bevölkern dann auch hier martialische Schützen, Mäher, Bauernfamilien mit unzähligen Kindern (wie von Max Weiler 1941 gemalt) die Leinwände.

Verschwunden sind bei diesen lange vor dem »Anschluss« beliebten und gewollten Motiven oft nur die Herrgottswinkel, Wegkreuze und Kirchtürme ... Und auch im öffentlichen Raum inszenierte sich der Nazismus großflächig – bis heute unkommentiert z.B. an einigen der ehemaligen Wehrmachtshäuschen in der Rudolfstraße in Hall.

Eingliederung

Voraussetzung für das Arbeiten war aber die »Eingliederung« in die Reichskunstkammer als einziger verbindlicher Standes- und Berufsvertretung. Vom neu erbauten Gauhaus aus, dem heutigen Landhaus am Eduard-Wallnöfer-Platz, wurde die gesamte Kulturlandschaft überwacht und reglementiert. Nur wer einen »Ariernachweis« erbringen konnte, »politisch zuverlässig« war und »arteigene« Kunst produzierte, konnte Mitglied werden und damit Malutensilien kaufen sowie an Malkursen und den groß inszenierten »Gau-Kunst-Ausstellungen« teilnehmen.




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Adresse

Gemeinde
Museum
Absam
Im alten Kirchenwirt
Walburga-Schindl-Straße 31
A – 6067 Absam

Öffnungszeiten
FR 18 – 20 Uhr 
SA 14 – 18 Uhr
SO 14 – 18 Uhr

Eintritt frei 

Führungen
0 676 / 84 05 32 700

Kontakt
Matthias Breit email

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