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»In 2248 Röhren durch das steile Hallthal hinab«
Ein Salz-Film-Nachmittag im Gemeindemuseum Absam

Sonntag, 24. Juni 2012

16:00 Uhr

Gemeindemuseum Absam Walburga-Schindl-Str. 31
Im alten Kirchenwirt
6067 Absam

Kam das Salz im Halltal wirklich vom Himmel? Dieser Frage wird am Sonntag, 24. Juni ab 16 Uhr zum zweiten Mal im Gemeindemuseum Absam nachgegangen.

»Was die Ableitung der Soole durch die ganze Grube bis zur Saline bei Hall am Inn betrifft, so geschieht dieselbe ebenfalls in hölzernen Röhren und zwar, damit sie gegen die äusseren Einflüsse der Witterung möglichst lange bewahrt werden, durch den tiefen Erzherzogberg …
Von der sogenannten Cementstube des Erzherzogberges nimmt die Sooleleitung zu Tage ihren Anfang, und erstreckt sich in einer Fahrt von 2248 Röhren durch das steile Hallthal hinab bis zu schönen Saline am Ufer des Inns. Die ganze Soolenleitung zu Tage ist gegen Sonne und wechselnde Witterung theils mit Dammerde, theils mit Steinen bedeckt, und wird während der Hauptkaltschicht von drei Wochen alle Jahre ein Mal untersucht, aus einander genommen und ausgebessert und mit süssem Wasser ausgewässert.«
(Aus einem Bericht über den Salzbergbau im Halltal im Jahr 1814)

Am Beginn des Programms werden wieder die zwei historischen Filme aus den Jahren 1926 und 1935 gezeigt, in denen auch der Salzbergbau zu sehen ist. Der erste mit dem Titel »Hall in Tirol – Die alte Salinenstadt« ist ein Stummfilm aus dem Jahr 1926. Damals versuchte man, Hall als Fremdenverkehrs- und Kurort zu etablieren. Zwischen den zahlreichen gestellten und damit auch geschönten Szenen dieses Films aus der Haller Altstadt finden sich auch einige Aufnahmen von der Arbeit im Halltal. Und auch der zweite Film, ein Tonfilm aus dem Jahr 1935, behandelt kurz den damals touristisch genutzen Schaubetrieb im Halltal mit der legendären Rutsche vom Königsberg hinunter zum Kaiserberg.

Karl Feistmantl aus Absam hat von 1949 bis lange nach der Schließung im Jahr 1967 im Salzbergbau in Absam aber auch in der Saline in Hall gearbeitet und kennt als ehemaliger Steiger die gesamte Betriebsanlage. Zusammen mit dem Publizisten Günter Amor wird er die Filmszenen erläutern und besonders über die in Jahrhunderten im Halltal entstandene Industrielandschaft und die dort angewandten Techniken berichten.

Eintritt frei.

 


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